ekz SHOPS

Abstracts zu den Vorträgen

Festvortrag 70 Jahre ekz: Herausforderungen und Chancen für Deutschlands führenden Bibliotheksdienstleister

Barbara Lison
Mitglied im Aufsichtsrat der ekz und Direktorin der Stadtbibliothek Bremen

Die ekz wurde 1947 in Reutlingen gegründet. Die Entwicklungslinie reicht dabei vom reinen Buchverkauf mit Spezialeinbänden für Bibliotheken in den ersten Jahren hin zum Komplettanbieter 2016 in allen relevanten Dienstleistungsbereichen. Was waren die wesentlichen Entwicklungslinien und strategischen Weichenstellungen in diesen sieben Jahrzehnten? Was macht die besondere „DNA“ der ekz als Dienstleister für Bibliotheken aus? Barbara Lison, Direktorin der Stadtbibliothek Bremen und Mitglied im Aufsichtsrat der ekz, stellt ihre Antworten auf diesen Fragen vor, schildert zentrale Ereignisse und richtet den Fokus auf einzelne, entscheidenden Personen in der Geschichte der ekz sowie die Rolle, die die ekz heute in der deutschen Bibliothekswelt spielt.

Prof. Dr. Manfred Pollanz
Mitglied im Aufsichtsrat der ekz,
Unternehmensberater und Lehrender an der Hochschule Konstanz

Prof. Dr. Manfred Pollanz ist ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat der ekz und wirft einen ganz anderen Blick auf den Reutlinger Dienstleister, nämlich aus seiner spezifischen Sicht als Unternehmensberater und Experte für Finanzfragen. Themen wie Digitalisierung, Industrie 4.0 und die veränderten Anforderungen an die Führung moderner Unternehmen bestimmten die Diskussion um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Handelt es sich bei der ekz um einen „typischen Mittelständler“ aus Schwaben oder um ein ganz besonderes Unternehmen? Was zeichnet die ekz in betriebswirtschaftlicher Hinsicht aus und wohin muss sich das Unternehmen entwickeln, um auch weiterhin zukunftsfest in seinem Markt zu agieren? Prof. Pollanz wird zu diesen Fragen in seiner gewohnt lebendigen Weise Stellung nehmen und darunter vielleicht auch überraschende Einsichten vermitteln.

Warum Bibliotheken ein Dritter Ort für alle werden sollten

Aat Vos
International Creative Guide und Architekt (NL)

Wie können Bibliotheken in Zeiten des Wandels relevant bleiben? Aat Vos spricht über diese Frage aus einer umfassenden Perspektive und fordert Bibliotheken heraus, ein Dritter Ort für alle zu werden. Er adressiert in seinem Vortrag fünf bedeutende soziale Entwicklungen sowie die wichtigsten Trends und Tendenzen der näheren Zukunft, die von Bibliotheken, den Kommunen und ihren Partnern in Betracht gezogen werden sollten, wenn es um das Neudenken von Bibliothek – und was sie sein kann – geht. Die Kernbotschaft dabei lautet: „Es geht mehr und mehr um den Kontext und nicht nur um den Inhalt, wenn es zur Entwicklung eines relevanten Dritten Ortes für alle kommt.“ Dies ist eine sehr inspirierende und positive Nachricht für alle Bibliotheken weltweit und eröffnet neue Perspektiven für ihr Bestehen. Letztendlich – nach vielen Jahren mit Budgetkürzungen – werden in diesem Vortrag kraftvolle, neue Argumente für die soziale und urbane Bedeutung von Bibliotheken angeboten.

How to stay relevant as a library in these changing times? Aat Vos addresses this issue from a broad perspective, and challenges libraries to become Third Places for everyone. He addresses five strong social developments of the most important trends and tendencies for the near future, that libraries, municipalities and their stakeholders need to take into account when they rethink what a library can be. The core message is: 'It's more and more about the context, not only about the content, when it comes to develop an relevant third place for all.’. It is a very inspiring and positive message to libraries all over the world, and offers new perspectives for their existence. Finally, after years of budget cuts, you are offered powerful new arguments for your social and urban relevance. (German spoken)

Software as a Service mit LMSCloud - mehr Nutzen für Ihr Bibliotheksmanagement mit weniger IT

Norbert Weinberger
Geschäftsführer, LMSCloud GmbH

Die LMSCloud GmbH mit Sitz in München unterstützt öffentliche Bibliotheken mit einer gehosteten Bibliotheksmanagement-Lösung auf der Basis der Open-Source-Anwendung Koha. 

LMSCloud wurde im April 2016 gegründet, gehört zur Unternehmensgruppe der ekz.bibliotheksservice GmbH aus Reutlingen und bietet mit ihrem Lösungsangebot eine enge Integration der Medienservices und weiterer Dienste der ekz-Gruppe.

Das Lösungsangebot der LMSCloud umfasst neben der Bereitstellung des Bibliotheksmanagementsystems, ein leistungsstarkes Discoverysystem sowie einen umfangreichen Datenpool mit angereicherten bibliografischen Daten, die in allen Funktionsbereichen genutzt werden können. LMSCloud übernimmt den kompletten Service für die Bereitstellung und Pflege der Lösung und entlastet so die Bibliothek von vielen IT Arbeiten. Dies umfasst u.a. auch die automatische Aktualisierung von lokalen Katalogen mit den Daten der Onleihe oder von Antolin.

Norbert Weinberger stellt in seinem Vortrag die wesentlichen Leistungsmerkmale, Vorteile und Kennzeichen der Lösung vor und freut sich bereits jetzt auf den Austausch mit den Konferenzgästen – und dies nicht nur im Rahmen des Vortrages, sondern auch am LMSCloud-Stand auf der parallel stattfindenden Hausmesse der ekz-Gruppe.

Print kontra Digital: Totgesagte leben länger. Ergebnisse des Deloitte Media Survey

Klaus Böhm 
Director, Leiter Media; Deloitte Consulting GmbH

Der Media Survey 2016 der Unternehmensberatung Deloitte macht deutlich: Eine fundamentale Umwälzung bei der Mediennutzung ist in Deutschland bislang ausgeblieben und auch in naher Zukunft nicht zu erwarten. Die Folgen der Digitalisierung sind zwar auch und gerade bei den Medien spürbar, jedoch zeigen die Verbraucher im Hinblick auf traditionelle Angebote wie lineares TV und gedruckte Zeitungen ein erstaunliches Beharrungsvermögen.

Die neuen Dienste sind dennoch auf dem Vormarsch. Der Punkt, an dem die Akzeptanz digitaler Formate in älteren Zielgruppen sinkt, ist dabei je nach Medium sehr unterschiedlich. Bei Video-on-Demand ist der Bruch beispielsweise deutlich früher zu beobachten als bei Games, was auf unterschiedliche digitale Reifegrade innerhalb der Mediengattungen hinweist. Es kann künftig aber generell mit einer steten Verlagerung des digitalen Bruchs hin zu den älteren Verbrauchergruppen gerechnet werden. Klaus Böhm, Leiter Media bei Deloitte, stellt die wesentlichen Erkenntnisse des Media Survey vor und ergänzt diese um seine persönliche Einschätzung zu den Konsequenzen für Bibliotheken.