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Abstracts zu den Vorträgen

The Need to Change: The IFLA Trend Report and the Shift of Paradigms in Libraries

Glòria Pérez-Salmerón
IFLA President Elect, Library and Information Science

The works made available by the library are protected by copyright, and copyright legislation regulates how libraries may use the material they acquire. With the introduction of electronic publishing the legal basis for the library’s activity changes dramatically. The transition of publishing literary and artistic works on tangible media to e-publishing, i.e. publishing them as electronic files in databases accessible via the internet, also changes the rules by which libraries have so far operated. How libraries meet this challenge will decide whether and how libraries in the future will be able to fulfill their objective: to make a broad spectrum of published works available to the general public for the use of personal study and development, education and research.

Copyright laws ensure that creators and rights holders are adequately protected and rewarded for their work, while providing permanent access to information for social purposes: education, innovation and social development. However, we note that copyrights are also at risk in this digital age. Imagine get the information that only would allow us the Market’s offer. Imagine a world where information is available only to those who can afford to pay for it, or those who are willing to break the law. Libraries must ensure access to knowledge. It's time to act!

„Bibliothekstapas“: Sechs leckere Wissenshappen als Appetitanreger für Veränderungen

Wie gestaltet man Veränderungsprozesse in Bibliotheken

Dr. Hannelore Vogt
Direktorin, StadtBibliothek Köln (Bibliothek des Jahres)

Unter dem Motto „Entdecken, lernen, kreativ sein“ spricht die Referentin über aktuelle Bibliothekstrends, die künftige Rolle der Bibliotheken und die Veränderungen des Ortes Bibliothek in der Zukunft. „Unsere Arbeitsbedingungen sind von einem ständigen Wandel geprägt und wir müssen unsere Mitarbeiter befähigen, damit zurechtzukommen.“ Der Wandel innerhalb von Organisationen stellt hohe Anforderungen an Führungskräfte und Mitarbeiter und wird eine der entscheidenden Zukunftsaufgaben sein. Am Beispiel des Veränderungsmanagements wird erläutert, wie die Innovationen entwickelt und im Team verankert werden.

Digitale Bildung durch Öffentliche Bibliotheken

Johannes Neuer
Director of Customer Experience, The New York Public Library (USA)

Neben klassischen Dienstleistungen wie der Auskunft und Ausleihe werden Öffentliche Bibliotheken immer mehr gefordert, digitale Bildungsangebote zu schaffen. In diesem Workshop lernen Sie das umfangreiche TechConnect-Kursangebot und andere Initiativen der New York Public Library kennen, die zum Ziel haben, den Digital Divide im urbanen Raum zu überwinden und insbesondere Kunden mit Migrationshintergrund die Möglichkeit bieten, sich digital zu integrieren.

Bleibt alles anders? Neue Facetten im Selbstverständnis von Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeitern

Julia Bergmann
Trainerin für Informationskompetenz, Bremen

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Franz Kafka
„In meinem Vortrag & Workshop möchte ich beleuchten, welche Facetten für die Arbeit in Bibliotheken zukünftig an Bedeutung gewinnen werden. Wie ist das Selbstverständnis unseres Berufsstandes im internationalen Vergleich? Wie sieht das Profil eines Bibliotheksmitarbeiters künftig aus?
Ich lade Sie im Workshop ein, mit mir auszuprobieren, zu experimentieren und über unser bibliothekarisches Selbstverständnis zu diskutieren.“

Öffentliche Bibliotheken als Orte im urbanen Raum

Maija Berndtson
Library Consultant and Founder of Library Ranking Europe, Helsinki (Finland)

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Dr. Arne Ackermann
Direktor, Münchner Stadtbibliothek

In vielen Städten sind Bibliotheken die beliebtesten nicht-kommerziellen öffentlichen Räume. Oft sind Bibliotheken wesentliche Elemente von Stadtentwicklung wie bspw. in Amsterdam, Birmingham, Stuttgart oder Aarhus. Das Ziel besteht darin, lebendige und attraktive Stadtzentren zu schaffen, - sogar in Helsinki, wo im Jahr 2018 eine neue Zentralbibliothek eröffnet werden wird.

Eine Bibliothek völlig neu zu planen, bedeutet eine neue Herangehensweise und eine Anstrengung, die Bibliothek mit ihren Räumlichkeiten und Aktivitäten zu modernisieren. Aber in welcher Weise sind bestehende Bibliotheksräumlichkeiten zu verändern? Ist es möglich, Ideen neu gebauter Bibliotheken als Inspiration für ältere Räumlichkeiten zu verwenden?

In unserer Präsentation diskutieren wir die Ideen von Helsinkis Zentralbibliothek und den Modernisierungsbedarf der 1984 erbauten Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig. Die unterschiedlichen Konzeptionen von Bibliotheksneubau und Bibliothekserneuerung in einem Altbau sind natürlich auch wesentlich bestimmt von den bekannten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie Wachstum der Städte durch Migration, zunehmende Internationalisierung, Digitalisierung und zunehmender medialer Mobilisierung, wachsende Singlehaushalte oder auch teuren Wohnraum und Wohnungsnot. Zur Münchner Situation wird auch auf die Modernisierung und den Ausbau des gesamten Bibliothekssystems eingegangen, da urbane Räume neben zentralen Leuchttürmen auch künftig auf eine dezentrale Bibliotheksversorgung angewiesen bleiben.

Ideen für Bibliotheken im ländlichen Raum des 21. Jahrhunderts

Samo Darian
Programmleitung „Transformation von Kultureinrichtungen in strukturschwachen Räumen“, Bundeskulturstiftung, Berlin   

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"A small library against crisis: the case of Leros Public Library"

Dimitris Stamatelos
Librarian at Leros Public Library (Greece)

It is very common for greek rural libraries to face problems deriving from their position in the local community, lack of personnel and lack of funding. The librarian of such a library has to work out a plan to solve these problems. After understanding the current status of the library, designing the strategy is crucial. In the case of Leros Public Library the solution was to be found in networking. The conditions were far from ideal so the problem of economic crisis had to be transformed into a chance. “Reaching out to the local community to gain patrons at first and then sponsors were strategic targets. Participating in library networks and cooperations with the Association of Greek Librarians & Information Scientists along with a lot of personal communication with anyone that had something to offer on a financial level or with the know-how was also important. The success of these attempts also attracted the attention of the administration of the Municipality. Making the administrators aware of the work being done through systematic personal approach and communication led to them being very positive to all the proposals coming from the library.” When everything seems to fall down because of the fierce economic crisis, the example of Leros Public Library has proved that a lot can be done through cooperation, collaboration and networking.

Willkommenskultur in Deutschland: Bibliotheksangebote für Zuwanderer, Flüchtlinge und ihre Familien

Britta Schmedemann
Spezialistin für bibliothekarische Zielgruppenarbeit, Stadtbibliothek Bremen

Öffentliche Bibliotheken sind ein Spiegel ihrer Gesellschaft: Verändert sich die Gesellschaft, hat das auch unmittelbare Auswirkungen auf ihre Bibliotheken. Die wachsende Zahl an Zuwanderern und Flüchtlingen stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen und fordert damit auch ihre Bibliotheken: Woher kommen die Menschen? Welche Bibliothekserfahrungen bringen sie mit? Was können Bibliotheken zur Willkommenskultur und Integration beitragen? Die Stadtbibliothek Bremen arbeitet seit September 2014 verbindlich mit allen Übergangswohneinrichtungen in Bremen zusammen, sowie mit Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Jugendliche, den Vorklassen allgemeinbildender Schulen sowie Integrations- und DaZ-Kursen. Auf der Grundlage dieser Kooperationen und Erfahrungen sowie aus ihrer Tätigkeit in der dbv-Fachkommission hat Britta Schmedemann verschiedene Konzepte zur Willkommenskultur im Gepäck. In dem anschließenden Workshop werden diese Ideen auf Machbarkeit trotz unterschiedlicher Voraussetzungen der Bibliotheken untersucht (aktuelle Flüchtlingssituation, Finanzen, Personal, Räumlichkeiten) und gemeinsam Strategien für den Ausbau von Willkommenskultur in Bibliotheken entwickelt. Dabei geht es nicht darum, alles neu oder anders zu machen – vieles muss nur mit anderen Augen betrachtet und etwas angepasst werden. Die vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen bieten dafür eine gute Basis – sowohl in den Großstadtbibliotheken als auch bei den Gemeindebüchereien!