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Die Zukunft der Bibliotheken in Deutschland

Wie gestaltet sich die Zukunft der Bibliotheken? Wie viele Bürger nutzen sie und welche Erwartungen haben sie? Die Antworten darauf haben für die ekz eine zentrale Bedeutung. Der Reutlinger Bibliotheksdienstleister hat daher im Jahr 2013 das interne Strategieprogramm "Bibliotheken bewegen 2020" gestartet, das  auch die Zukunftsrollen von Bibliotheken thematisiert.

Der Bibliothekarische Beirat der ekz hat dieses Thema in einer Sitzung im Mai 2014 ebenfalls bearbeitet: Beiratssprecher Dr. Norbert Kamp und seine Gremiumskollegen führten unter Moderation von Andreas Mittrowann, dem Bibliothekarischen Direktor der ekz, gemeinsam mit weiteren geladenen externen Gästen zahlreiche Vorschläge zu zwölf Rollenmodellen zusammen.

Die Ergebnisse reichten von "Zentrum für Wissen", "Institution für Leseförderung", "Vermittler digitaler Kompetenzen" bis hin zu "Treffpunkt in der Kommune". Diese Zukunftsrollen konnten anschließend bei der jährlichen Online-Kundenbefragung nach ihrer Wichtigkeit geordnet werden.

Die Zukunftsdiskussion ist für die ekz besonders wichtig, um sich auf die künftigen Erwartungen ihrer Kunden einzustellen. Basis für die Diskussionen waren neben dem Know-how der Beiratsmitglieder auch internationale Studien und Grundlagenpapiere wie der "IFLA-Trendreport".

Die ekz hat im Zuge des Strategieprogramms beim Allensbach Institut für Demoskopie eine Studie in Auftrag gegeben, in der nach der Bibliotheksnutzung und nach den Erwartungen der Bürger an Bibliotheken gefragt wurde. Andreas Mittrowann stellte sie bei der Konferenz "Chancen 2016: Bibliotheken meistern den Wandel" der Fachöffentlichkeit vor. Parallel wurde die Studie unter dem Titel "Die Zukunft der Bibliotheken in Deutschland" auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die im November 2015 durchgeführte repräsentative Befragung der 16- bis 75-jährigen Bürger in Deutschland gibt Aufschlüsse über Leseverhalten, Bibliotheksnutzung und Zukunftserwartungen an Bibliotheken. Darüber hinaus spiegelt sie die Erwartungen der Deutschen an die gewünschte Rolle der Bibliotheken in der Gesellschaft wider. Besonders erfreulich: 58 Prozent der Befragten finden es wichtig, dass es auch in Zukunft Bibliotheken gibt, 32 Prozent finden es sogar sehr wichtig.

Vergleicht man die Ergebnisse der ekz-Kundenbefragung und der repräsentativen Untersuchung, so fallen besonders die Übereinstimmungen dabei auf, wie sich die Befragten eine ideale Bibliothek vorstellen. Dazu die Allensbach-Studie: "So sehen es die Bibliotheken selber als wichtigste Aufgabe an, ein ,Haus der Bücher und der Medienvielfalt' sowie ein ,Zentrum für Wissen, Information und Beratung' zu sein. Diese beiden Aspekte haben auch in der Bevölkerung einen immens hohen Stellenwert. So gehören aus Sicht der Bevölkerung ein umfangreiches Medienangebot und eine gute fachliche Beratung zu den wichtigsten Anforderungen an eine öffentliche Bibliothek: 76 Prozent der Bevölkerung wünschen sich von einer Bibliothek, die sie gerne nutzen, ein umfangreiches Angebot an Büchern, E-Books, Zeitschriften, Musik und Filmen, 70 Prozent wünschen sich eine gute fachliche Beratung durch geschultes Personal. Nahezu ebenso viele (71 Prozent) halten es zudem für sehr wichtig, dass in einer öffentlichen Bibliothek eine angenehme Atmosphäre herrscht. Auch hier gibt es eine hohe Übereinstimmung mit der Sicht der Bibliotheken. Diese sehen es als eine der vier wichtigsten Zukunftsaufgaben an, ein ,Raum für Begegnung und Aufenthalt' zu sein."

Die Anregung zu dieser repräsentativen Befragung wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ekz bei einem "Worldcafé" entwickelt.

Die komplette Studie finden Sie hier zum direkten Download >>>

Ihr Ansprechpartner:

Andreas Mittrowann
Tel. 07121 144-111
Andreas.Mittrowann(at)ekz.de