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Vom Kaufhaus zum Kulturhaus: Stadtbibliothek Wetzlar kommt sehr gut an

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Am neuen Standort in der Fußgängerzone ist sie inzwischen perfekt in das Stadtleben integriert. Als Wohnzimmer der Kommune zieht die Stadtbibliothek Wetzlar mit ihrem ganz eigenen Wohlfühlcharakter viele neue Nutzerinnen und Nutzer an.

Zwar lag die alte Stadtbibliothek in Wetzlar am Domplatz in einer historisch interessanten Umgebung, aber außerhalb des Stadtzentrums und damit des Stadtlebens. Das Gebäude aus den 1970er-Jahren sollte abgerissen werden. Neue Räume wurden gesucht und gefunden. Nun befindet sich die Bibliothek, die im November 2017 mit einer Publikumsfläche von 844 Quadratmetern eröffnet wurde, auf zweieinhalb Ebenen in einem ehemaligen Textilkaufhaus in der Fußgängerzone. Mit Stadtbibliothek und Stadtgalerie ist das Kaufhaus inzwischen zum Kulturhaus und zum wesentlichen Teil einer "Straße der Bildung" geworden.

Die Bibliothek nutzt das Erd- und das Obergeschoss mit einer Empore. Die ekz wurde mit den Planungen für die Ausstattung sowie für die Bereiche Boden, Wand, Decke, Sonderbeleuchtung und Elektroarbeiten beauftragt. Es stellte sich die spannende Aufgabe, die von der Nutzung als Textilkaufhaus geprägte Raumstruktur mit überschaubaren Mitteln in Kooperation mit der Stadt Wetzlar und dem Vermieter in eine interessante, zeitgemäße Bibliothek zu verwandeln. Die Bibliothek sollte Wohlfühlcharakter bekommen, quasi zum "Wohnzimmer" werden.

Heute erschließt ein großzügiges, luftiges Treppenhaus den Besuchern die Ebenen – und der Zugang ist natürlich auch mit einem Aufzug möglich. Die Verbindung zwischen Erd- und Obergeschoss stellt eine in den Treppenaufgang gehängte Lichtskulptur her. Viel Wert wurde auf die Raumatmosphäre gelegt, die Andreas Hegenbart von Fard + Hegenbart – Die Innenarchitekten GbR gemeinsam mit der ekz entwickelt hat. Die Räume sind in warmen Farben gestaltet. Dafür wurden die Wandflächen bis oberhalb der Regalhöhen durchgängig mit den entsprechenden Farbtönen belegt und durch einen weißen Wandstreifen zur Decke hin abgesetzt. Schallschluckende Holzwolle-Leichtbau-Platten, die farblich dem Konzept angepasst sind, lockern den Übergang auf und verbessern die Akustik.

Für alle Bereiche – Verbuchung, Kinder, Jugend, Nonbook-Medien, Erwachsene, PC-Plätze – wurden, vorrangig über die Farben, eigene Gestaltungsaussagen entwickelt. Passend dazu entstanden grafische Elemente und das Leitsystem. Im Erdgeschoss ist die Bibliothek mit neuen ekz-Regalen der Serie R.1 und Möbeln der ekz eingerichtet. In der oberen Etage wurden die vorhandenen ekz-Regale XI weiter verwendet und mit Stirnseitenverkleidungen aus Acrylglas und Grafikbannern aufgepeppt. Die digitalen Medien der Onleihe sind durch einen eCircle präsent.

Für Synergieeffekte und niederschwelligen Zugang in die Bibliothek sorgt das Café im Eingangsbereich, das dort integriert ist. Denn in der Fußgängerzone sind die Wege der Passanten kurz, was sicher dazu beiträgt, dass sich die Zahl der Bibliotheksnutzer deutlich erhöht hat – ein Zeichen dafür, wie gut die Bibliothek im Stadtleben angekommen ist.

Mehr dazu erfahren Sie auch im aktuellen ekz-report 2/2018. 

Ihr Ansprechpartner:
Ulrich Koslowski
Mobil: 0172 5249300
Ulrich.Koslowski(at)ekz.de